Water Stencil

Water Stencil

Bei Reverse Graffiti (frei übersetzt: “umgekehrtes Graffiti”) entsteht ein Bild, indem z. B. eine Straße, eine Tunnelwand oder Stadtmöbel partiell mit einem Hochdruckreiniger gereinigt werden.

Manche Künstler kreieren Bilder, indem sie Wände u. ä. mit Lappen und Bürsten in Kombination mit Reinigungs- und Lösungsmitteln reinigen. Das Verfahren wird aber auch vermehrt in der Werbung eingesetzt, wo es auch Streetbranding genannt wird. Umweltinitiativen z.B. nutzen das Streetbranding zur Darstellung ihrer Werte, weil so auf die Verschmutzung durch den Verkehr aufmerksam gemacht werden kann und die Erstellung der Bilder gleichzeitig umweltfreundlich ist, da lediglich Wasser verwendet wird. Der Effekt hält, je nach Verschmutzungsgrad und erneuter Anlagerung von Kohlenstoffpartikeln, zwischen sechs Wochen und sechs Monaten an.

Da der Untergrund nicht bemalt oder anderweitig verändert wird, sondern lediglich partiell gereinigt ist, wird Reverse Graffiti meist als legal betrachtet. Die Rechtslage ist jedoch von Stadt zu Stadt zu überprüfen.

Im April 2014 erklärte die Stadt Köln, jedes Reverse Graffiti bei dem der Urheber ermittelt würde, bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen. Reverse Graffiti wird, genau wie Graffiti nach Paragraf 303, Absatz 2 Strafgesetzbuch behandelt: Sachbeschädigung durch “unbefugte Veränderung des Erscheinungsbildes”, wie die zuständige Mitarbeiterin des Kölner Ordnungsamts sagt. Kurzum: Es gibt eine Anzeige wegen Putzens öffentlicher Wände, zudem muss der Täter die Kosten für die Gesamtreinigung zahlen.

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http://www.stern.de/panorama/reverse-graffiti-in-koeln-ist-kunstputzen-eine-straftat-2104007-1d79811d0f76d032.html

http://greenwithenvyideas.blogspot.co.at/2014/04/high-pressure-art.html