Kleiderbügel mit ‘Gefällt mir’ Zähler

Kleiderbügel mit ‘Gefällt mir’ Zähler

Facebook-Bewertungen erobern die Offline-Welt: Die Modefirma C&A hat ihre Kleiderbügel mit einem digitalen Zähler ausgestattet, der anzeigt, wie häufig ein Kleidungsstück bei Facebook mit einem “Like” versehen wurde. Die “Gefällt mir”-Bügel hingen allerdings nur in Brasilien.

Bei Online-Shops funktioniert das Prinzip problemlos: Wenn ein Facebook-Nutzer ein Produkt besonders gut findet, kann er das durch den “Gefällt Mir”-Button kundtun. Andere Kunden sehen die Zahl dieser “Likes” und können sie als Indikator für Beliebtheit und Qualität der Waren werten. In Geschäften der realen Welt funktionierte das weniger gut – bisher. C&A hat die virtuellen Bewertungen ins Kaufhaus gebracht. In ihrem brasilianischen Flagship-Store in São Paolo hat die Modefirma jetzt Kleiderbügel aufgehängt, die mit einem Digitalzähler versehen sind: Dort wird angezeigt, wie viele “Likes” das Kleidungsstück auf der Facebook-Seite von C&A Brasilien bekommen hat.

Die Kleiderbügel wurden extra für diese Aktion hergestellt. Nutzer, die ein “Gefällt Mir”-Votum für ein Kleidungsstück abgeben möchten, müssen die Facebook-App C&A Fashion Like auf ihrem Smartphone installiert haben. Die Daten werden dann in Echtzeit auf den Kleiderbügeln aktualisiert. Damit weder Kunden noch die Mitarbeiter in den Geschäften die Übersicht verlieren, hat sich C&A auf zehn Kleidungsstücke beschränkt, alle aus einer Kollektion zum Muttertag. Die Modefirma gibt als Zweck der Aktion an, die Internetaktivitäten und die Geschäfte in der realen Welt stärker zu verbinden und den Kunden bei ihrer Kaufentscheidung zu unterstützen. Ein Hinweis auf die Beliebtheit eines Kleidungsstücks könne dabei helfen.

Idee und Konzept zu dieser Aktion stammt von der Agentur DDB Brasil. Ob die Aktion auf andere C&A-Filialen in Brasilien ausgeweitet oder gar in anderen Ländern umgesetzt werden soll, ist noch unklar. Kritiker bemängeln, dass die reine Anzahl von “Likes” beim Kauf von Kleidungsstücken nicht unbedingt hilfreich sei – zudem sei es nicht besonders schwierig, die Zähler zu manipulieren.

Via: Spiegel Online